VFL-Tauchen | Das Spiel
Treten, Schlagen, Würgen, Ausrüstung angreifen und Halten ohne Ball sindnicht erlaubt. Mit Brille, Schnorchel und Flossen geht es in Sindelfingen in 4,1m Tiefe. Auftauchen mit Ball ist erlaubt, der Ball darf jedoch nicht an die Oberfläche. Gute Mannschaften halten den Ball in der Tiefe. Schnelligkeit und Überblick sind Trumpf. Den Überblick zu wahren ist die Hauptkunst; der Mensch muss lernen, das Dreidimensionale zu begreifen. Der Mitspieler kann sich oben, unten, rechts, links, vorne und hinten befinden: wie den Mitspieler finden, wenn man gleichzeitig im Kampf mit zwei Gegnern ist? Der Torwart darf das Tor mit seinem Körper abdecken, ein harter Brocken für jeden Stürmer. Hat man den gegnerischen Torraum erreicht, wie kommt man dann an das Tor heran, wie holt man den Tormann von seinem Korb herunter? Unter Sauerstoffmangel sind massiver Krafteinsatz, Strategie und Intelligenz gefordert. Der Tormann wird durch einen Wechseltorwart unterstützt. Doch wie soll man den Wechsel vornehmen, wenn der Gegner gerade angreift? Und dann dieser Schweinehund, ich kann nicht mehr, will hoch und darf nicht, soll runter und will eigentlich nur raus und auswechseln. Hier zeigen sich Solidarität, Teamgeist und Wille wie in keiner anderen Sportart.
Der Strafwurf ist eine weitere Besonderheit dieser Sportart. Der Angreifer hat 45 Sekunden Zeit für seinen Angriff, der Tormann darf nur sein Tor verteidigen. Bei vollem körperlichen Einsatz eine verdammt lange Zeit für einen Torwart.
Ach ja, Schiedsrichter gibt es auch. Die sind mit Tauchgeräten unter Wasser und machen sich mittels Hupsignalen bemerkbar, so zum Beispiel:
Zweimal lang = TOOOR!
